Donnerstag, 30. Juli 2009

Rekonstruktion eines Leonardo-Flugapparates

Mag. Linner wurde beauftragt, für eine Ausstellung einen Leonardo da Vinci-Flugapparat im M 1:1 zu bauen. An Unterlagen war vorhanden : die Zeichnungen Leonardos von dem mechanischen Flügel, vom Segelflieger und vom bespannten Flügel mit mechanischen Antrieb. Linner entschloß sich für letzteren. Gebaut wurde der Apparat im Schloß Ebenfurth im ehemaligen Musiksalon.
Baumaterial war astreines Kiefernholz, lamelliert verleimt, Rippen aus Kiefernleisten, 3x geleimt. Bespannt wurde der Flügel mit groben Naturleinen, bewegt wurde er mit Treten in steigbügelartigen Fußhebel. Durch Umlenkrollen wird der Flügel in schlagende Bewegung versetzt. Bei einer Spannweite von 8,5m wären die Flächen in drachenartiges Gleiten versetzt worden, etwa wie der Gleiter von Lilienthal. Vorausgesetzt, Leonardo hätte auf den Flügelschlag und dem doch etwas zu massiven Mittelteil verzichtet.
Leonardos Segelflieger entspricht weitgehenst der Vogelform mit starren Fledermausflügel. Er war mit einen Schweif als Höhenruder ausgerüstet, Kurven wurden durch Gewichtsverlagerung geflogen. Eine Verwindungssteuerung ähnlich der Taube wäre möglich. Es gibt kein Seitenruder.
Baumaterial ist Kiefer für Nasenleiste und Holme, Rippen und Schweif sind Bambus, bespannt ist der Flugapparat mit Naturleinen (im Original gefirnißt). Bei einer Spannweite von 10m steuert der Pilot den Apparat liegend unter dem Mittelteil.

1 Kommentar:

  1. Hast du auch wirklich versucht ob man damit fliegen kann???

    Aber wirklich respekt!

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